Automatisierung
Empirische Kalibrier- und Validierungsschritte werden durch festgelegte Verfahren ersetzt, die ganz oder teilweise automatisiert werden können. Automatisierte Verfahren können in viel kürzerer Zeit durchgeführt werden: Fehleranfällige Aufgaben können zuverlässiger durchgeführt werden. Komplexe und kritische Abläufe lassen sich reproduzieren. Mathematische Modelle und Optimierungsalgorithmen unterstützen eine effektive Automatisierung.
Die Automatisierung von Kalibrier- und Validierungsaufgaben kann einfache Vorgänge, wie zum Beispiel das Durchfahren von Parameterwerten, aber auch komplette Test- oder Kalibrierläufe ohne manuelles Eingreifen beinhalten. Im Fahrzeug werden häufig Prozeduren verwendet, welche Vorgänge, die häufig wiederholt werden müssen, wie zum Beispiel beim Einstellen von Gangwechseln, automatisieren.
Minimale Zyklenzeiten
An Prüfständen werden Versuchsabläufe und ein großer Teil der Kalibrieraufgaben von Automatisierungssystemen gesteuert. Im stationären Versuch werden Mess- und Kalibrieraufgaben erst dann ausgeführt, wenn das Verhalten des Prüflings, zum Beispiel des Motors, an einem bestimmten Arbeitspunkt eingeschwungen ist. Versuche unter transienten Bedingungen sind realistischer und verbessern die Qualität von Messungen und der Kalibrierung. Darüber hinaus minimieren Sie die Zyklenzeiten der Automatisierung. Transiente Versuche erfordern schnelle Mess- und Kalibriermethoden. Gleiches gilt, wenn Regelungsfunktionen vom Prüfstand anstelle des Steuergeräts ausgeführt werden, wie zum Beispiel der Klopfschutz. In diesem Fall ist eine Echtzeit-Schnittstelle zwischen Prüfstand und Steuergerät erforderlich.
Die offenen und flexiblen MCD-Lösungen von ETAS unterstützen die Automatisierung von Mess- und Kalibrieraufgaben. INCA kann von Automatisierungssystemen am Prüfstand ferngesteuert werden und unterstützt zu diesem Zweck ASAM und Echtzeit-Ethernet-Standardprotokolle. Darüber hinaus stehen offene Schnittstellen (APIs) für die Anwendungsprogrammierung zur Verfügung.


