ASCET-Produkte

Hinweise zum Wechsel von ASCET V6.4 zu ASCET-DEVELOPER

Die Produktfamilie ASCET in V6.4 besteht aus verschiedenen, kombinierbaren Produkten. Der modulare Aufbau wird in ASCET- DEVELOPER wie folgt geändert:

Die Funktionalität der Produkte ASCET-MD (Modellierung und Design), ASCET-SE (Software Engineering), ASCET-DIFF (Model Difference Browser) und ASCET-MDV (Model Viewer) wurde im Produkt ASCET-DEVELOPER zusammengefasst.

Die Funktionalität des Produkts ASCET-RP (Rapid Prototyping) wird in ETAS INTECRIO integriert.

Die Anbindung an das Konfigurationsmanagementsystem erfolgt direkt über Eclipse. ASCET-SCM ist somit nicht mehr erforderlich.

Die wichtigsten Features im Überblick

Multiparadigmen-Modellierung

ASCET-DEVELOPER-Modelle lassen sich textbasiert oder grafisch erstellen, sodass Entwickler die für ihre Aufgabe passende Notation wählen können. Mit der textbasierten Notation – der Embedded Software Development Language (ESDL) von ASCET-DEVELOPER – können Sie ebenso einfach modellieren wie programmieren. Die grafischen ASCET-DEVELOPER-Notationen unterstützen sowohl Modelle für kombinierten Kontroll- und Datenfluss für die Entwicklung reaktiver Systeme als auch Zustandsautomaten für die Entwicklung diskreter Systeme.

Von Grund auf sicher

Mit den zentralen Designmerkmalen der ESDL von ASCET-DEVELOPER lässt sich C auch in Umgebungen mit höchsten Sicherheitsanforderungen effektiv nutzen:

  • Mehr Syntaxsicherheit – schließt Schwachstellen in C, die oft Programmierfehler verursachen
  • Mehr Sicherheit bei der Typisierung – bereichsgebundene numerische Datentypen, optimale Auswahl des C-Speichertyps sowie native Unterstützung von Festkommatypen mit beliebiger Genauigkeit, Messeinheiten und automatischer Konvertierung
  • Mehr Sicherheit auf der Abstraktionsebene – assoziative Feldgruppen (Feldgruppenindizes eines beliebigen diskreten Skalartyps), Zustandsautomaten für die zustandsabhängige Steuerung sowie Kurven und Karten für kontinuierliche Steuerung
  • Mehr strukturelle Sicherheit – Namespace-Mechanismen, sichere Erzeugung von statischen Objekten und Produktlinien-Variantenhandling

Statische Analyse „on-the-fly“

Dank ihrer hohen Ausdruckskraft können ASCET-DEVELOPER-Modelle noch während des Editierens statisch auf bestimmte Fehlerklassen überprüft werden.

ASCET-DEVELOPER überprüft automatisch, ob Methodenargumente korrekt verwendet werden, Zustände in Zustandsautomaten erreichbar sind und ob bei der Ausdrucksauswertung Nebeneffekte auftreten. Die ASCET-DEVELOPER-Analyse verhindert böse Überraschungen, wenn eine C-Toolkette verändert wird.

Automatische defensive Programmierung

Der Codegenerator von ASCET-DEVELOPER ist von unabhängiger Stelle als tauglich für die Entwicklung sicherheitskritischer Systeme nach IEC 61508 und ISO 26262 zertifiziert. Er generiert MISRA-C:2004- und MISRA-C:2012-konformen Code mit hoher Leistung und wenig Overhead für eingebettete Mikrocontroller.

ASCET-DEVELOPER führt automatisch defensive Code-Prüfungen durch und verhindert so potenzielle Fehler, die bei statischen Analysen unerkannt bleiben. ASCET-DEVELOPER baut erforderliche Prüfungen systematisch ein und umgeht überflüssige Prüfungen, die Laufzeit und Speicher beeinträchtigen. Der mit ASCET-DEVELOPER generierte C-Code verhindert konstruktionsbedingt Fehler wie Division durch Null, Unterlauf, Überlauf und Überschreiten von Indexgrenzen bei Arrays.

Eclipse-Integration und Nutzung

ASCET-DEVELOPER basiert auf der Eclipse-Plattform und ist unabhängig oder integriert in eine bestehende Eclipse-basierte Toolumgebung nutzbar. ASCET-DEVELOPER lässt sich leicht mit anderen Eclipse-Tools, wie Versionskontrollsystemen, Aufgabenverwaltung oder den Eclipse C Development Tools (CDT), zu einem vollständigen Entwicklungsökosystem kombinieren. Zudem kann ASCET-DEVELOPER mit Eclipse-Standard-Mechanismen erweitert und an kundenspezifische Arbeitsabläufe angepasst werden.

Entwicklungsbedingt leicht wiederverwendbare Modelle

ASCET-Modelle sind problemlos in verschiedenen Entwicklungsphasen anwendbar, etwa für:

  • Open-loop-Simulationen mit ETAS Experiment Environment
  • Closed-loop-Simulationen mit FMI (Functional Mock-Up Inter-face) oder MATLAB®/Simulink®
  • Funktionsprototyping mit ETAS INTECRIO oder ETAS EHOOKS.