Details

Frontansicht des Drive-Rekordermoduls ES820

Aufzeichnung von Messdaten

Der Drive-Rekorder kann ereignisgesteuert via Busverkehr, Zündung, digitale Signale oder Zeitgeber aktiviert werden und danach autark Messaufgaben durchführen. Über einen Erweiterungsanschluss stehen je vier digitale Ein- und Ausgänge zur Verfügung, die als Trigger oder Marker (Eingänge) beziehungsweise zur Anzeige von Systemzuständen oder Ereignissen (Ausgänge) verwendet werden können. Darüber hinaus sind die Bedien- und Anzeigeelemente auch über ein Remote- Bedienpanel zum Beispiel vom Fahrerplatz aus erreichbar.

Schnelle Messbereitschaft und kurze Bootzeiten

Im Standby-Betrieb ist das ES820-Modul innerhalb von etwa 10 Sekunden messbereit. Das Umschalten zwischen Standby- und Messbetrieb geschieht entweder manuell über die Taste am Gerät, zeitgesteuert, ferngesteuert per TTL-Signal – zum Beispiel mit „Klemme 15“ – oder durch das Ein- oder Ausschalten eines angeschlossenen PCs oder Ethernet-Moduls.

Komplexe Trigger-Bedingungen

Mit geeigneten Trigger-Bedingungen lässt sich die Datenaufzeichnung mit dem Modul intelligent steuern. Der Drive-Rekorder bietet die gleichen Trigger-Mechanismen wie INCA. Trigger-Bedingungen können mit INCA komfortabel entworfen, getestet und verändert werden bevor sie im Drive-Rekorder eingesetzt werden.

Multi-Rekorder

Bei Testfahrten werden in der Regel mehrere Fahrzeugfunktionen gleichzeitig überprüft. Häufig werden die unterschiedlichen Versuche von verschiedenen Experten betreut. Der Drive-Rekorder ES820 unterstützt das simultane Aufzeichnen von unterschiedlichen Messungen (Multi-Recording). Dabei können den einzelnen Rekordern jeweils ein Ensemble von Messsignalen und unterschiedliche Start- und Stopp-Trigger zugewiesen werden. Die Rekorder laufen parallel und speichern die jeweiligen Daten in eigenen Messdateien ab.

Diagnose

Neben den Steuerungs- und Regelungsfunktionen muss die Onboard-Diagnose von Steuergeräten sorgfältig überprüft werden. Das ES820-Modul unterstützt die Standarddiagnoseschnittstellen und Protokolle. Das Gerät ist in der Lage auf Basis von ODX-Beschreibungen auf das Diagnosesystem des Fahrzeugs zuzugreifen. Mit Hilfe von Diagnosedaten die simultan mit Signalen von Sensoren, Bussen und Steuergeräten aufgezeichnet werden, lassen sich Fehler in der Diagnose in Korrelation zum Verhalten des restlichen Systems analysieren.

Datenaufzeichnung von Rapid Prototyping-Modellen

Neue Steuerungen und Regelungen werden mit Hilfe von Prototypen im realen Betrieb getestet. Zur Validierung des korrekten Verhaltens von neuen Steuergerätefunktionen kann das Prototyping-Modul ES910 von ETAS parallel zu den anderen Signalquellen an das ES800-System angeschlossen werden, wenn das Add-on ES820 Experimental Target Integration Package installiert ist.

Konfiguration

Mit dem Drive-Rekorder ES820 wird ein Konfigurationswerkzeug ausgeliefert, mit dem die einzelnen Geräte und Mess-Jobs konfiguriert werden können. Das Konfigurationswerkzeug ist eine PC-Anwendung, die direkt auf das ES820-Modul zugreift. Es zeigt den Systemstatus an und kann dazu verwendet werden, Daten manuell auszutauschen.

Datenaustauch

Ein austauschbares Speichermodul erlaubt die Aufzeichnung sehr großer Datenmengen und die schnelle Übertragung der Daten in das Firmennetzwerk. Damit kann die Dauer des Stillstands von Versuchsträgern, der durch die Datenübertragung bedingt ist, sehr kurz gehalten werden.

Das ES820-Modul unterstützt eine Vielzahl von Methoden der Datenübertragung. Auf Basis des Windows-basierten Betriebssystems lassen sich kundenspezifische Anwendungen, wie zum Beispiel die automatisierte Übertragung von verschlüsselten und komprimierten Messdateien an Datenserver über das Netzwerk, einfach realisieren.

Mit dem Konfigurationswerkzeug lassen sich Triggerbedingungen für die automatisierte Übertragung von Dateien festlegen. Zur Übertragung von Mess- und Konfigurationsdaten können folgende Medien und Mechanismen eingesetzt werden:

  • FTP
  • Windows File-Shares
  • USB-Speichermodule
  • Interne SDD-Speichermodul