13.12.2017

ETAS Connections erreicht nächstes Level

Das auf zwei Tage ausgeweitete Kundenevent war inhaltlich noch vielfältiger, professioneller und erstmals international.

Rund 240 Besucher, darunter Gäste aus dem internationalen Ausland, nutzten die ETAS Connections vom 27. bis 28. November 2017 in der Legendenhalle in Böblingen zum fachlichen Austausch, Vernetzen und um einen Blick in die Zukunft zu wagen. Denn die auf zwei Tage ausgeweitete Tagung stand im Zeichen der Künstlichen Intelligenz (AI). 

„Wir stehen bezüglich AI vor einem Paradigmenwechsel – nicht nur technologisch, sondern auch gesellschaftlich“, sagte Friedhelm Pickhard, Vorsitzender der Geschäftsführung der ETAS GmbH. „Die ETAS Connections widmet sich deshalb als Plattform für Zukunftsthemen einer hochspannenden Entwicklung, die viele Chancen aber auch Risiken für uns bietet.“


Künstliche Intelligenz und Big Data als Treiber für autonomes Fahren

Zahlreiche hochkarätige Redner gaben Einblicke in den aktuellen Stand von neuronalen Netzen und in dem Zuge auch in Machine und Deep Learning – also wie Systeme durch den richtigen Einsatz von Big Data lernfähig werden und sich so stetig verbessern können. Diese Möglichkeit treibt im Automobilbereich vor allem das autonome Fahren und die Vernetzung der Fahrzeuge mit dem Internet der Dinge (IoT) voran. Keynote Speaker waren unter anderem Simon Fürst von BMW, Dr. Oliver Sbanski von Bosch und Prof. Dr. Jürgen Schmidhuber vom Schweizer Institut für Künstliche Intelligenz IDSIA.


Intelligente Roboter in naher Zukunft?

Schmidhuber ist Scientific Director des IDSIA und hat die Forschungen auf diesem Gebiet maßgeblich beeinflusst. In seinem Abschlussvortrag am ersten Tag der ETAS Connections untermauerte er seine These, dass Künstliche Intelligenz eines der wichtigsten Themen unserer Zeit sei und uns alle entweder bereits heute oder in naher Zukunft betreffe. Laut Schmidhuber werde es im Vergleich zur biologischen Evolution eines menschlichen Gehirns verhältnismäßig kurz dauern, auch künstliche Systeme dahingehend zu entwickeln. Bereits in naher Zukunft werde es intelligente Roboter auf dem Stand eines Primaten geben. Wie genau dies in Zukunft aussehe, und ob diese Zukunft so ist, wie wir sie uns wünschen, darüber diskutierten die Besucher während und im Anschluss an Schmidhubers Vortrag rege.

Kubanische Nacht in Böblingen

So gab es auch bei der Abendveranstaltung des ersten Tages genügend Gesprächsstoff. Die Teilnehmer erwartete eine „kubanische Nacht“. Bei leckerem Essen und Live-Musik hatten die Besucher die Gelegenheit zum Netzwerken – wer mochte, bei einem Glas Rum und einer handgedrehten Zigarre.


Gegenwärtige Lösungen und Chancen der Künstlichen Intelligenz

Während am ersten Tag der ETAS Connections die Zukunft im Fokus stand, ging es am zweiten Tag in den Vorträgen und Diskussionen eher darum, wie bereits heute existierende Lösungen Erfolge erzielen können. So zeigte etwa Dr. Donghee Han von Hyundai in seiner Keynote, welche Innovationen den Motorkalibrierungsprozess bei Hyundai verbessert haben. Hans-Jürgen Kugler, Chief Scientist bei Kugler Maag Cie, resümierte in seinem Abschlussvortrag, dass sich Mensch, Gesellschaft und Technologie „Hand in Hand“ entwickeln sollten. Denn dadurch würden die besten Ergebnisse erzielt. Wir müssten uns also Gedanken machen, wie wir eine Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine erreichen, die unserem Wertesystem entspricht und uns der daraus resultierenden Chancen bewusst werden.

Fazit der Veranstaltung: Die ETAS Connections hat das nächste Level an Professionalität und Fachlichkeit erreicht, was die Teilnehmer anerkennend feststellten – nicht zuletzt aufgrund des gut gewählten Leitthemas.