ETAS sponsert seit 2013 das Team Manthey-Racing − den erfolgreichsten Rennstall des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring. Zur Optimierung der Manthey-Racing-Boliden werden ETAS Schnittstellen- und Messmodule sowie der Drive-Rekorder zur Aufzeichnung von Messdaten genutzt.

23.01.2015

ETAS aktiv im Motorsport-Sponsoring

Der von ETAS gesponserte Raeder-Audi TT-RS 2.0 siegte beim 24-Stunden-Rennen 2014 in der SP3T-Klasse und landete insgesamt auf dem 25. Platz.

ETAS sponsert seit 2013 das Team Manthey-Racing − den erfolgreichsten Rennstall des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring. Zur Optimierung der Manthey-Racing-Boliden werden ETAS Schnittstellen- und Messmodule sowie der Drive-Rekorder zur Aufzeichnung von Messdaten genutzt.

Mit fünf Gesamtsiegen bei den 24-Stunden-Rennen seit 2006 gilt Manthey-Racing mit seinen selbst aufgebauten Porsche 997 GT3 RSR als Vorzeige-Rennstall auf dem Nürburgring. Bereits seit 2011 sponsert ETAS den ebenfalls am Nürburgring ansässigen Rennstall Raeder Motorsport. Durch die Fusion beider Rennställe im Jahr 2013 kam der Kontakt zwischen ETAS und Manthey-Racing zustande und resultierte in einem erweiterten Sponsoring. Bei der Entscheidung für die Fusion spielten die gleiche Lebens- und Arbeitseinstellung der Teamleiter beider Rennställe eine wesentliche Rolle: Freude und Begeisterung an der Professionalität im Motorsport.

One of the challenges facing teams is the cars’ extremely high electricity consumption during the 24-hour race’s night stints.

Diese Motivation teilt auch ETAS-Vertriebsingenieur Stephan Rott. Er stellte 2011 den Kontakt zwischen ETAS und den Geschäftsführern von Raeder her. „Mein Ziel war es, die ETAS-Lösungen in einem herausfordernden Zusammenhang zu präsentieren“, erzählt er. Zum Einsatz bei den Fahrzeugen von Manthey-Racing kommen unter anderem die USB CAN-Bus-Schnittstelle ES581, um die Funktionen des CAN-Busses zu überprüfen. Zudem der Drive-Rekorder ES720 und das Schnittstellenmodul ES595 sowie die Messmodule der ES400-Produktfamilie. Die Module dienen der durchgängigen Erfassung von Fahrzeugdaten, wie Steuergerätegrößen, Temperaturen und Drücke unter realen Bedingungen im Renn- und Trainingseinsatz sowie am Prüfstand für die spätere Analyse und Optimierung. Der Prüfstand wurde beispielsweise mit einem eigenen Netzwerk ausgestattet, sodass die Ethernet-basierten ETAS-Lösungen an jedem beliebigen Punkt im Prüfstand mit geringstem Verkabelungsaufwand eingesetzt werden können.

„Jegliche Kabel haben wir fest in der Wand verlegt. Nur an den Stellen, an denen gemessen wird, sind die Kabel zugänglich. Dadurch können wir Risiken deutlich minimieren. Die ETAS-Produkte bieten noch weiteres Potential, das wir im Jahr 2015 nutzen werden“, weiß Alexander Schneider, verantwortlich für die Fahrzeugelektronik bei Manthey-Racing. Ihm zufolge steigt die Bedeutung der Elektronik für die Performance der Rennfahrzeuge kontinuierlich. Eine Herausforderung ergibt sich aus dem extrem hohen Stromverbrauch der Fahrzeuge bei den Nacht-Stints der 24-Stunden-Rennen. Die deutlich, je nach Fahrerwunsch, stärker dimensionierten Scheinwerfer können bei den in Rennfahrzeugen verwendeten Generatoren zu Bordspannungs-Problemen führen. Auch hier wird der Wunsch nach möglichst geringem Gewicht, minimalen Leistungsverlusten und dennoch ausreichend elektrischer Leitung an die technische Grenze getrieben. „Es muss viel getestet werden, allein um die Ströme zu messen, aufzuzeichnen und mögliche Schwachpunkte zu lokalisieren, um dann das Fahrzeug entsprechend zu verändern“, erläutert Martin Raeder, Geschäftsführer und technischer Gesamtleiter.

ETAS-sponsored Raeder Audi TT-RS 2.0 at the pit stop.

Beim 24-Stunden-Rennen 2014 auf dem Nürburgring siegte der von ETAS gesponserte Raeder-Audi TT-RS2.0 in der SP3T-Klasse und landete insgesamt auf dem 25. Platz. „Der spannende Rennverlauf auf dem Nürburgring hat sicherlich auch zur Steigerung des Interesses bei Besuchern und Medien beigetragen“, so Martin Raeder: „Beim diesjährigen 24-Stunden-Rennen sind 175 Fahrzeuge gestartet, vom Renault Clio Cup bis zu unserem Porsche 911RSR, das heißt Fahrzeuge auf sehr verschiedenen Leistungsniveaus. Die daraus resultierenden unterschiedlichen Rundenzeiten führen bei den Top-Fahrzeugen zu bis zu 50 Überholvorgängen pro Runde. Das birgt natürlich ein gewisses Risiko, speziell auf der Nordschleife, macht aber gleichzeitig den Reiz und die Anziehungskraft des Rennens aus“. Ein weiterer Grund für die erhöhte Medienaufmerksamkeit sind die prominenten Piloten. Neben bekannten DTM- und Formel 1-Fahrern wie Marcel Fässler und Nick Heidfeld fuhr 2014 auch der Extremsportler Felix Baumgartner mit.

Im Rahmen des Motorsport-Sponsorings werden die ETAS-Produkte und -Lösungen in einem anspruchsvollen und von Höchstleistungen gekennzeichneten Anwendungsfeld eingesetzt. Die Motorsport-Serien verbinden modernste Technik mit Emotionen und ermöglichen es ETAS, mit neuen Zielgruppen direkt in Kontakt zu treten bzw. Beziehungen zu festigen. „Gleichzeitig ist es sowohl für die ETAS-Kunden als auch für die Mitarbeiter spannend und aufregend, die eigene Arbeit in einem so hoch emotionalen Kontext wie dem Motorsport zu erleben“, fasst Stephan Rott den Nutzen des Sponsorings für ETAS zusammen.