Neue Funktionen

ETAS-Lösungen für schnelle Regelfunktionen

Elektromotoren erfordern sehr schnelle Regelfunktionen, da das erzeugte Moment unmittelbar dem Strom folgt. Daher gewinnt das Zeitverhalten bei Entwicklung, Prototyping und Test noch mehr an Bedeutung.

Rapid Prototyping

Der Rapid Prototyping-Ansatz mit ETK/XETK ermöglicht Zykluszeiten bis zu 200 μs. Daher ist er – im Gegensatz zu CAN-basierten Lösungen – ideal für die schnellen Regelzyklen der elektrischen Maschinen geeignet.

Software Engineering

ASCET ist ein Werkzeug, das speziell für Fahrzeugsysteme mit Echtzeitanforderungen entwickelt wurde. Das Einhalten definierter Tasklaufzeiten, die Redundanzfunktion, die zustandsorientierte Programmierung für das Batteriemanagement und die Unterstützung vieler wichtiger Entwicklungsstandards, wie z. B. ISO 26262, sind mit ASCET ebenso möglich wie die einfache Erstellung von AUTOSAR-Softwarekomponenten.

Test und Validierung

Elektromotoren stellen hohe Anforderungen an ein Testsystem. Die Regelfunktion eines Inverter-/E-Motors wird in einem Taktzyklus ca. 10-mal schneller als beim Verbrennungsmotor durchlaufen. Außerdem sind die elektrodynamischen Vorgänge in einem Inverter-/ E-Motor-System so schnell, dass bei der Synchronisation zwischen den Schnittstellen der Regelfunktion und der Streckensimulation keine Rasterverluste auftreten dürfen, um einen stabilen Betrieb des Testsystems sicher zu stellen. Daher sind schnelle Modell-Rechenzeiten des Testsystems mit wenigen Mikrosekunden erforderlich. Die Möglichkeit des Testsystems LABCAR, Modelle verteilt auf Multicore-PCs zu berechnen, eröffnet hier viele Möglichkeiten.

Eine innovative Lösung für das schnelle Messen und Verstellen bietet der direkte, schnelle Steuergerätezugang über INCA-MCE.

Applikation

Eine innovative Lösung für das schnelle Messen und Verstellen bietet der direkte, schnelle Steuergerätezugang über INCA-MCE (Measurement and Calibration Embedded/Fast ECU Access). Damit ist es möglich, über Prototyping- und Schnittstellenmodul ES910 eine direkte Verbindung zwischen Steuergerät, Prüfstand und Applikationswerkzeug herzustellen. Dies ermöglicht bei der automatisierten Applikation am Prüfstand bis zu 400-mal schnellere Verstellzyklen als beim herkömmlichen Ansatz mittels ASAP3-Schnittstelle. Dieser Geschwindigkeitsvorteil erlaubt es, das Potential neuer dynamischer Verstellmethoden voll auszuschöpfen und so die Applikationszeiten deutlich zu minimieren. Gleichzeitig wird die Belastung des HEV-Testsystems durch schnelle Reaktion auf Grenzwertüberschreitungen gesenkt.

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