Modeling und Design

Im Werkzeug ASCET-MD können Modellkomponenten auf physikalischer Ebene anhand von Blockdiagrammen, Zustandsautomaten, Entscheidungstabellen oder textuell in den Hochsprachen ESDL oder C spezifiziert werden. Die zu Grunde liegende objektbasierte Modellarchitektur ermöglicht das flexible Kombinieren von Modellkomponenten dieser unterschiedlichen Notationen und den hierarchischen Aufbau von Modellen. Ist eine Modellkomponente einmal definiert, so kann sie in unterschiedlichen Projekten eingesetzt werden.

Ein Modell lässt sich als ausführbare Spezifizierung einsetzen, das heißt, als primäres Mittel der Wissenserfassung und -übermittlung, und dies ist der Hauptvorteil von modellbasierter Softwareentwicklung. Softwaremodelle für Steuergeräteanwendungen, die auf ASCET basieren, reduzieren die im Entwicklungsprozess häufig herrschende Mehrdeutigkeit erheblich, denn sie dienen als Quelle für den ausführbaren Code, sichern dessen Dokumentierung und stellen Artefakte zur Verfügung, die in weiteren Prozessstufen gebraucht werden. Bereits von Anfang an – also als einfaches Modell einer neuen Steuergerätefunktion während der Erfassungsphase von Anforderungen – bis zur finalen Darstellung des Codes für das Zielsteuergerät, lässt sich ein ASCET-Modell in jeder Phase des Softwareentwicklungsprozesses ausführen. Sobald die Software auf einem Zielsteuergerät implementiert ist, kann diese gegen das Modell verifiziert werden, um so sicherzustellen, ob sie die in der Designphase festgelegten Anforderungen tatsächlich erfüllt. Als ausführbare Spezifikationen erleichtern ASCET-Modelle die Fehlerfindung in frühen Prozessphasen, wenn die Behebung von gefundenen Fehlern noch leichter und kostengünstiger ist als später im Entwicklungsprozess.