FETK – Schnelle Steuergeräteschnittstellen

FETK-Steuergeräteschnittstellen sind auf Grund ihrer hohen Nutzdatenraten perfekt für die Validierung und Applikation von Steuergeräten geeignet. Wegen ihres exzellenten Echtzeitverhaltens sind sie auf der anderen Seite ideale Hilfsmittel für das Prototyping neuer Steuergerätefunktionen.

Doppelt verwendbar

Die Kombination aus hohen Datenübertragungsraten und kurzen Latenzzeiten, wie sie die FETK-Steuergeräteschnittstellen bieten, ist am Markt einzigartig. Da sich die Investitionen in ein FETK-Entwicklungssteuergerät sowohl bei der Applikation als auch beim Prototyping neuer Funktionen bezahlt macht, kann der Einsatz von FETK-Steuergeräteschnittstellen maßgeblich dazu beitragen, Entwicklungskosten zu sparen.

Im Gegensatz zur Validierung und Applikation von Steuergeräten, wo möglichst viele Daten aus dem Steuergerät gleichzeitig erfasst werden müssen, kommt es beim Prototyping schneller Regelungen auf möglichst kurze Latenzzeiten an. Funktionen werden häufig mit Hilfe von ETAS ASCET oder MATLAB®/Simulink® modellbasiert entwickelt und dann auf einer speziellen Prototyping-Hardware implementiert, welche mit dem Steuergerät in Echtzeit kommuniziert. Die Umlaufzeit bei Austausch eines 128 Byte langen Datums zwischen der FETK-Steuergeräteschnittstelle und der Prototyping-Hardware beträgt in einem kompletten Umlauf weniger als 250 µs. Flashspeicher von Steuergeräten lassen sich über die FETK-Schnittstelle ebenso schnell und sicher wie mit einem Debugger programmieren.

Anders als bei der Verwendung serieller Schnittstellen, wie zum Beispiel CAN, benötigt die Bedienung der FETK-Schnittstelle durch das Steuergerät fast keine Rechenleistung. Die autarke, elektrische Versorgung eines FETKs ermöglicht es, Tests, wie zum Beispiel Kaltstartversuche, unabhängig vom Betriebszustand des Steuergeräts durchzuführen.

Universell, standardkonform und komfortabel

Die neue FETK-Steuergeräteschnittstelle lässt sich universell in unterschiedlichen Anwendungen, die ganz unterschiedliche Schnittstelleneigenschaften erfordern, nutzbringend einsetzen. Aus Anwendersicht bieten die FETKs einen hohen Bedienkomfort: die Gigabit Ethernet-FETK-Schnittstelle ist generisch. Das heißt sie abstrahiert von der spezifischen Anbindung eines FETKs an den jeweiligen Mikrocontroller eines Steuergeräts. Mit Hilfe eines ES89x-Steuergeräte- und Bus-Schnittstellenmoduls können Anwendungen über das standardisierte Protokoll XCP-on-Ethernet von ihrem Host-Gerät aus auf Steuergeräte mit FETK-Schnittstelle zugreifen.

Vorteile

  • Hohe Datenübertragungsraten bis zu 20 MB/s (abhängig von der µC-Schnittstelle)
  • XCP-on-Ethernet-Zugriff auf FETK-Steuergeräte via Steuergeräte- und Busschnittstellen-Modul ES89x
  • Sehr gutes Echtzeitverhalten. Unterstützt Regelzyklen bis 10 µs
  • Geringe Latenz von weniger als 250 µs bei Prototyping Anwendungen
  • Gleichzeitiger Zugriff von bis zu vier Anwendungen auf ein Steuergerät möglich
  • Kompatibel zu ETK-S20.1 und ETK-S21.1

FETKs werden in den beiden Ausführungen FETK-S (links unten) und FETK-T (rechts unten) angeboten.

Beide Varianten nutzen eine Mikrocontroller-spezifische Debug-Schnittstelle der „Production Devices“ (µC-PD) wie JTAG, DAP oder LFAST als Zugang zur Steuerung.

FETKs vom Typ T unterstützten zusätzlich dazu die besonders leistungsfähigen µC-Trace-Schnittstellen der „Emulation Devices“ (µC-ED) zusammen mit der performanten Übertragung von Trace-Daten aus dem Steuergerät über das serielle Aurora-Interface.

Unterstützte Mikrocontroller

Produkt FETK-Typ Mikrocontroller-Familie

FETK-T1.1

Serieller FETK

Infineon Aurix

FETK-S1.1

Serieller FETK

Infineon Aurix

FETK-S2.1

Serieller FETK

NXP* MPC5700 & ST SPC57x
(* vormals Freescale)

FETK-T3.0

Serieller FETK

Renesas RH850