Von Capture-the-Flag zu Einblicken in die reale Welt
Ein Tag voller Einblicke für 42 Talente aus Heilbronn in Abstatt: Bei einer gemeinsamen Veranstaltung von Bosch Engineering und ETAS erhielten 42 Talente aus Heilbronn exklusive Einblicke in die Entwicklung von Automobilsoftware und reale Testumgebungen.
Die nächste Generation von Automobilinnovatoren inspirieren
Am 9. April 2025 begrüßten ETAS und die Bosch Engineering GmbH gemeinsam zwei Gewinnerteams des Capture the Flag (CTF)-Wettbewerbs der 42 Heilbronn zu einer exklusiven Studentenveranstaltung auf unserem Campus in Abstatt. Mit dem Ziel, das Engagement von Talenten zu vertiefen, genossen die Teilnehmer eine reichhaltige Mischung aus technischen Einblicken und einem Blick hinter die Kulissen der Automobilentwicklung.
Höhepunkte
Praktische Einblicke in Automobilsoftware
Von Open-Source-Grundlagen bis hin zu AUTOSAR und Rust – die Studierenden befassten sich mit den Technologien, die die Mobilität von morgen prägen werden.
Technik-Tour hinter den Kulissen
Unter der Leitung unseres Kollegen besichtigten die Studenten Klimakammern, Prüfstände und Innovationsräume und erhielten so einen realistischen Eindruck davon, wie wir Automobilsoftware testen und validieren.
Persönlicher Austausch mit Experten
In einer vertrauten Atmosphäre konnten die Schüler direkt mit Software- und Automobilfachleuten von ETAS und Bosch Engineering in Kontakt treten – was ihre technische Neugier weckte und sie für ihre berufliche Zukunft inspirierte.
Erste Einblicke: ETAS und Bosch Engineering
Der Tag begann mit einer gemeinsamen Vorstellung der Gastunternehmen. Die Studierenden erhielten einen besseren Einblick in die Rolle, die sowohl ETAS als auch Bosch Engineering bei der Gestaltung der softwaredefinierten Fahrzeug-Landschaft (SDV) spielen, und wie ihre Beiträge die Innovation im Bereich der Cybersicherheit im Automobilbereich unterstützen.
„Veranstaltungen wie diese geben uns die Möglichkeit, mit Studierenden auf einer tieferen Ebene in Kontakt zu treten – nicht nur, um unsere Arbeit vorzustellen, sondern auch, um mit den Menschen in Kontakt zu treten, die die Zukunft gestalten. Diese Momente des Austauschs sind es, die die zukünftige Zusammenarbeit wirklich prägen.“
Vortrag Nr. 1 – Open-Source-Software in der Automobilindustrie
Die erste Präsentation vermittelte den Studierenden einen realistischen Einblick in die Rolle von Open Source in modernen Fahrzeugen. Mit Aussagen wie „Open Source verschlingt Software schneller, als Software die Welt verschlingt“ unterstrich der Referent die Bedeutung und Relevanz von Open Source in der Branche. Zu den wichtigsten Erkenntnissen gehörten:
- 94 % aller heutigen Software enthält Open-Source-Komponenten.
- 99 % der Software beinhaltet Open Source in der Lieferkette.
- Rund 150 Millionen Zeilen Code treiben moderne Fahrzeuge an.
- Etwa 70 % dieses Codes sind nicht differenzierbar.
In der Sitzung wurden auch das Eclipse Automotive Framework, die Automotive Working Groups und die SDV Alliance vorgestellt, um das Ökosystem zu veranschaulichen, das die Zusammenarbeit in der Branche vorantreibt.
Vortrag Nr. 2 – Einführung in AUTOSAR
Der zweite Vortrag bot einen Überblick über AUTOSAR als Industriestandard für eingebettete Automobilsysteme. Die Studierenden lernten sowohl die Classic- als auch die Adaptive-Plattform kennen, erfuhren mehr über die Bedeutung von Sicherheit und Schutz im Automobilbereich und darüber, wie APIs Fahrzeuge mit der Cloud verbinden.
Die Botschaft war klar: AUTOSAR entwickelt sich weiter und bleibt ein wichtiger Wegbereiter für softwaredefinierte Mobilität.
Vortrag Nr. 3 – Rust & AUTOSAR Classic
In der dritten Sitzung wurde Rust als moderne Programmiersprache vorgestellt, die im Automobilbereich zunehmend an Bedeutung gewinnt. Hervorgehobene Hauptvorteile:
- Integrierte Speichersicherheit
- Geringere Abhängigkeit von MISRA
- Verbesserte Entwicklerproduktivität
- Mögliche Integration über den gesamten AUTOSAR-Software-Stack hinweg
Das Ziel: Die Stärken von Rust nutzen, um sowohl die Sicherheit als auch die Leistung zukünftiger Mobilitätslösungen zu verbessern.
Campus-Tour – Von Innovationslabors bis hin zu extremen Bedingungen
Im Anschluss an die Vorträge nahmen die Studierenden an einer inspirierenden Besichtigungstour teil, die auf der Plaza begann und durch wichtige Testumgebungen führte:
- Kältekammern: 8 Kammern, die extreme Temperaturen von -35 °C bis +35 °C simulieren
- Kaltwalz- und Antriebsstrang-Prüfstände für Hochgeschwindigkeitsprüfungen bis zu 310 km/h
- NVH-Labor: Akustische Messungen unter realistischen Fahrbedingungen
- InnoWorX-Bereich: Eine kreative Kollaborationszone zur Förderung agiler Projektarbeit
An jeder Station konnten die Schüler hautnah erleben, wie Automobilsoftware und -hardware unter realen Bedingungen validiert werden.
Das Ergebnis: Neue Perspektiven, stärkere Bindungen
Die Veranstaltung bot den Studierenden wertvolle Einblicke, wichtige Kontakte zu Experten und einen authentischen Einblick in die Welt der Automobilentwicklung. Gleichzeitig unterstützte sie das langfristige Ziel von ETAS, die Beziehungen zu Nachwuchstalenten zu stärken und sich als zukünftiger Arbeitgeber erster Wahl in den Bereichen Cybersicherheit und Automobilsoftware zu positionieren.
Eindrücke
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